Montag, 17. Februar 2014

The Big Day in Revue

Wir haben diesen Tag genossen. Er hat uns und unsere Beziehung widergespiegelt. Ich habe immer wieder festgestellt, dass ich keine Entscheidung, die ich für diesen Tag oder auch an diesem Tag getroffen habe, bereue. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich meinen Traummann nun auch ganz offiziell an meiner Seite haben darf. Ich sagte bereits, dass er das Beste aus mir herausholt und das werde ich immer wieder so sagen. Wir sind nun schon ganze zwei Monate verheiratet ;-) Und da wir bisher dem jeweils anderen noch nicht angeboten haben, ihm ein Ticket zum Mond ohne Rückkehr zu spendieren, sehe ich zuversichtlich in die Zukunft. ;-)

Meine Freundin fragte mich, ob ich eigentlich heiraten musste oder ob es nicht auch ohne ginge. Sie ist übrigens auch verheiratet ;-) Ich sagte ihr, dass eine Beziehung natürlich auch ohne Trauschein funktioniert, aber ja ich musste heiraten, da es für mich dazu gehört. Natürlich hat sich unsere Beziehung nur aufgrund einer Unterschrift nicht verändert, aber es ist jetzt anders. ;-) Mag sein, dass man mich für altmodisch oder eben auch traditionell hält, aber für mein Lebensmodell gehört eine Ehe  nun einmal dazu und zum Glück habe ich noch in recht jungen Jahren einen Mann gefunden, der das genauso sieht und der wer weiß was in mir sieht. Natürlich bin ich toll, aber ich bin halt auch eine Frau und das kann manchmal, laut seiner Aussage, ziemlich anstrengend sein.

Neulich sah ich ein Bild mit der Aufschrift: "Die Leute halten mich für verrückt. Aber ich habe mich doch nicht geheiratet…!" Hach… wie passend.

Natürlich ist eine Ehe keine Garantie für das Funktionieren einer Beziehung, aber ich hoffe einfach, dass es bei uns trotzdem klappt. Wir haben schon sehr früh unsere Beziehungs-parameter abgesteckt und sind bisher sehr gut damit gefahren. Wir sind ehrlich, loyal und tolerant zu einander. Wir wissen beide, auch wenn Mr. Right das erst lernen musste, dass Kommunikation das A und O einer Beziehung ist und so halten wir es.

Mein lieber Schatz, ich bin sehr glücklich und danke dir sehr! Unser Hochzeitstag war wirklich einer der schönsten Tage in meinem bisherigen Leben und ich hoffe, dass noch viele andere folgen werden!





Impressions of the Big Day. Part IV

Nach anderthalb Stunden krackseln und posieren war ich einfach am Ende. Mir taten meine Füße so sehr weh… Nicht einmal vom Laufen oder Bergsteigen, denn das war es. Mr. Right meinte, angeblich im Scherz, wenn wir das nächste Mal auf den Brocken gehen, könnte ich ja diese Kleidung tragen, da ich damit ja so gut klar käme. Scherzkeks! Nein mir taten meine Füße tatsächlich vom Stehen weh. Ich hatte immer irgendwelche Steine drunter und das war dann einfach irgendwann nicht mehr soooo angenehm. 

Wir fuhren zu unseren Gästen zurück und schnitten unsere Hochzeitstorte an. Da eh der Großteil der Gäste ahnte, dass ich der Chef in der Beziehung bin, sagte ich zu Mr. Right, dass es alle wüssten und wir dazu stehen könnten… und so lag meine Hand auf seiner. ;-) So eine Erwartungshaltung ist schon etwas Tolles… :-)

Wir hatten noch viel Spaß. Es wurde noch Gruppenfotos gemacht und nach und nach verabschiedeten sich die Gäste, so dass wir um 18 Uhr alleine im Lokal standen und uns freuten bald nach Hause fahren zu können. Nachdem ich meine Gummistiefel angezogen hatte, ja lieber Rob, wenn du das ließt, wirst du schmunzeln, denn ich hatte auch zum Hochzeitskleid meine Gummistiefel an ;-), halfen wir noch ein wenig beim Aufräumen. Naja ich trank meinen Sekt und Mr. Right half. So soll es ja auch sein! :-) Wir (also er) packten das Auto und waren um zehn vor acht zu Hause. Obwohl Mr. Right eine wirklich üble Rippenprellung hatte, hat er mich noch über die Türschwelle unsere Wohnung getragen. Er meinte, dass sei Tradition und deswegen müsse ich da durch. Na gut, dann habe ich mich geopfert und habe mich von meinem lieben Ehemann lachender Weise über die Türschwelle tragen lassen. Hach, war das schön.

Als dann in der Nacht um zwei unsere Wecker klingelte, war unser Hochzeitstag offiziell vorbei. Mr. Right fuhr zum Dienst und kam am Mittwoch wieder. :-)


Impressions of the Big Day. Part III

Nach dem Sektempfang vor unserer Location, wurde unser absolut super leckeres Mittagessen serviert. Der liebe Winz hatte unsere Wünsche und Vorschläge einfach hervorragend in die Tat umgesetzt. Als Vorspeise gab es eine grandiose Selleriesuppe. Ich habe noch nie, wirklich noch nie, eine Selleriesuppe gegessen, die soooo lecker war. Saibling mit Winterspinat und Kartoffelbrei gab es für die Fischliebhaber und Rindertafelspitz mit Apfelrotkohl und Serviettenknödeln für die Fleischliebhaber. Mr. Right hatte das unendliche Glück von beidem kosten zu können… :-)

Danach verabschiedeten wir uns für eine Weile und fuhren mit unserer lieben Fotografin zu unserem Shooting. Sie hatte beim Sonntagsspaziergang einen ganz reizenden Ort gefunden, der für uns einfach passend war. So ihre Aussage… Ja der Ort war einfach traumhaft. Das Sonnenlicht und später auch die untergehende Sonne schienen herrlich romantisch durch die kahlen Äste. Die Felswände auf der einen Seite und die Böschung, runter zum Fluss, auf der anderen waren schon sehr beeindruckend. Nur die Frage war, wie komme ich da hoch? Zehn Zentimeter Satinhighheels und Kleid mit gefühlten zwei Meter Schleppe. Aber zum Glück hat Mr. Right die Situation erkannt und sich gleich einmal als Gentleman Nummer eins empfohlen. Er nahm meine Hand an den wirklich kniffligen Stellen, machte Witze, auch wenn ich nicht lächeln konnte, da ich fürchtete im nächsten Augenblick im Wasser zu landen. Auch wenn zwischen dem Wasser und uns noch eine Straße war, war ich wirklich skeptisch. Kommt eine Braut mit einer Masse an Stoff erst einmal ins Rollen, ist es sicher wie bei einer Schneekugel. Alles was sich im Weg befindet wird zum einen überrollt und zum anderen einfach mitgenommen, so dass dann Braut samt Blätter, Geröll und Match im Fluss versinkt. Als ich mich mal wieder in meiner Schleppe verfing, was eigentlich nur dieses eine Mal passierte, half er mir die Situation zu entwirren. :-) Er raffte das Kleid hoch und plötzlich hatte ich ein Minikleid an.

Die liebe Nancy hat wirklich schöne Bilder gezaubert. Sie hat immer sehr verständlich erklärt, wie wir zu stehen oder zu schauen haben. Nach einer Weile lief es auch von selbst, aber sie hat es wirklich gut gemacht. Die Fotos sind mehr als nur traumhaft geworden. Vielen, vielen Dank!!!