Sonntag, 10. Mai 2015

Alles Gute zum Muttertag liebe Mami!

Liebe Mami,

gerade habe ich gelesen, dass der Muttertag eine Erfindung des Verbandes Deutscher Blumengeschäftsinhaber ist und mit den Worten "Ehret die Mutter" 1922/23 erstmals "begangen" wurde. Mh..., also ist dieser Tag, den ich seit Jahren damit verbinde, dir ganz besonders deutlich zu zeigen, wie wichtig du für mich bist und welch große Bedeutung du für mein Leben hast, eine schnöde Erfindung der Blumenindustrie, um das Geschäft anzukurbeln und die Umsätze zu steigern?
Na zum Glück habt ihr einen Garten und zum Glück wachsen dort die wohl schönsten Blumen der Welt, so dass du auch dieses Jahr wieder keine von mir bekommen wirst.

Ich mache mir jedes Jahr Gedanken, wie ich dir meine Liebe und Dankbarkeit noch deutlicher machen kann. Natürlich weißt du, wie lieb ich dich habe, zumal ich es regelmäßig nach dem Motto "Wiederholung prägt sich ein" stets und ständig, wenn mir danach ist, erwähne. Aber trotzdem! Natürlich versuche ich dir hier und da eine kleine Freude zu machen, da ich finde, dass Eltern sehr wohl das ganze Jahr über die Wertschätzung ihrer Kinder, sofern diese Vorhanden ist, spüren dürfen. Ich schicke dir eine kleine Nachricht hier, ein kleines Foto da. Ich rufe an, auch wenn ich es nicht bräuchte und natüüürlich lege ich den Schalter sobald ich durch eure Wohnungstür komme um und bin ganz Kind. Eine Mutti will ja auch mal Mutti sein, oder nicht? 

Nein, mal Scherz bei Seite! Liebe Mami, du bist die beste Mami, die ich mir wünschen könnte. Du bist immer für mich da. Du nimmst Urlaub, wenn ich krank bin und kommst mit dem Zug zu mir gefahren auch wenn du gerade selbst erst aus dem Krankenhaus entlassen wurdest. Du stehst mir mit Rat und Tat zur Seite und hast, zu meinem Glück, akzeptiert, dass ich irgendwann erwachsen geworden bin. Auch wenn du nicht immer mit meinen Entscheidungen einverstanden sein solltest, lässt du mich meine eigenen Erfahrungen machen und legst größte Akzeptanz an den Tag. Ich bewundere deine Stärke, auch in Momenten in denen meine mich längst verlassen hat. Du gibst mir Kraft so einiges durchzustehen und ich kann aus deinen Erfahrungen lernen. Ich ertappe mich des Öfteren dabei, dass ich eine Geste mache oder einen Spruch bringe, der exakt hätte von dir sein können. Mr. Right grinst dann meistens, sagt aber selten etwas. Ist ja nicht so, dass er auch so einige Dinge von einer gewissen Person angenommen hat, aber davon reden wir jetzt mal nicht ;-)

Meine liebe Mami, ich habe dich sehr lieb und hoffe, dass wir noch viele gemeinsame Jahre haben. Ich hoffe, dass wir die Hürden meistern und die Steine aus dem Weg räumen werden. Vati und du habt immer gesagt, dass alles was einmal gegeben wurde, irgendwann wieder zurückkommt. Ich denke es wird immer deutlicher, dass das schon längst begonnen hat. Du weißt, dass wir drei immer für dich da sein werden. Wir werden dich immer unterstützen und dich ans Ende der Welt tragen, wenn es nötig sein sollte. Und sollte es nicht nötig sein, würden wir es trotzdem tun, wenn es dich glücklich macht. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich tun würde. Wen sollte ich all morgendlich anrufen? Mit wem sollte ich stundenlang über Rezepte fachsimpeln? Wer würde mit mir morgens um halb sieben zum Joggen gehen, obwohl es gar nicht die favorisierte Sportart ist? Wer würde mir morgens einen pinken Smoothie machen oder zu Ostern britisches selbstgemachtes Gebäck schenken? Du hast mir immer so viele Wünsche erfüllt und tust es auch heute noch, auch wenn ich von diesen noch garnichts wusste. In Momenten in denen mir die Luft wegbleibt, hilfst du mir wieder ruhig atmen zu können. 

Ich bin dir für alles so unendlich dankbar. Danke, dass du so bist, wie du bist. Danke, dass du oftmals unsere Welt rettest und dich ein ums andere Mal schützend über den Aufschnitt wirfst. Danke, dass du dich nicht verbiegen lässt und zu deiner Persönlichkeit stehst. Danke, liebe Mami, dass du meine Mami bist und nicht meine beste Freundin. Die habe ich schon. Das ist etwas anderes. Freundin ist Freundin. Und Mami ist Mami.

Danke, dass du so bist, wie du bist. Wir haben dich sehr lieb!


Vielen Danke für's Vorbeischauen!

Fazit zur kurzen Detox-Woche

Ich war anfangs skeptisch, ob die geringe Kalorienzufuhr von unter 800 Kalorien auch wirklich ausreichen würde oder ob ich nicht stattdessen völlig erschöpft auf der Couch liegen würde und zu gar nichts Lust und Laune haben würde. Aber das war ein Irrtum. Es ging mir die ganze Zeit gut. Ich hatte Energie und war nicht erschöpfter als an anderen Tagen. Natürlich knurrte mir ab und an der Magen und ich schaute sehnsüchtig auf die Uhr, ob denn nun nicht mal langsam Zeit zum Essen wär, aber meistens war dem nicht so und ich machte mir einen Tee und trank einfach Wasser, mal warm, mal kalt. So ein bissl Abwechslung schadet ja nicht ;-)

Obwohl ich, aufgrund meiner Gesundheit bereits auf meine Ernährung achten muss, befasse ich mich jetzt noch bewusster mit meiner damit. Da ich nunmal nur über diese den Großteil meiner Gesundheit steuern kann, nimmt die Kontrolle und vor allem die Zubereitung Zeit und Mühe in Anspruch. Wenn ich dadurch aber weniger Beschwerden habe, macht es mir nichts aus.

Einige Rezepte haben den Weg in unseren Alltag gefunden, Smoothie zum Frühstück gibt es jetzt öfter als vorher. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass der Frühling so langsam aber sicher Einzug hält und so ein frisch püriertes Getränk dann einfach besser schmeckt. 

Ich denke ab und an werde ich so eine Detox-Woche durchführen. Wann und wie genau werde ich zum gegebenen Zeitpunkt sehen. Es war eine tolle Erfahrung.  




Vielen Dank für's Vorbeischauen!

Samstag, 9. Mai 2015

Detox Day 3

Frühstück:

Porridge mit Früchten

3 El Haferflocken, 1 El Mandelmus, 1 Tl Agavendicksaft, 1/2 Mango, 1/4 Ananas, 1 Dattel

Haferflocken zusammen mit 200 ml Wasser im Kopf aufkochen lassen und dann Mandelmus, Agavendicksaft und Dattel dazu geben. Umrühren, umfüllen und mit dem Obst garnieren.



Das Porridge schmeckte sehr gut und ich hatte meine Mühen alles zu schaffen. Allerdings hielt ich damit tatsächlich bis zum späten Mittagessen durch.


Mittag:

Gemüseteller mit Avocado-Dip

1 Möhre, 1/2 Zucchini, 1/3 Salatgurke, 1/2 gelbe Paprika, 1/2 Avocado, 1/2 Apfel, 
1Tl Olivenöl, Salz, Pfeffer, 1 El Schnittlauch

Gemüse waschen und in Streifen schneiden, Avocado und Apfel zusammen mit Pfeffer, Salz und Olivenöl pürieren. Alles auf einem Teller anrichten.


Den Gemüseteller habe ich nicht komplett geschafft. Ich hatte zwar Hunger, aber irgendwie war es eine mächtig große Portion. Der Dip war sehr gut. Avocado zusammen mit Apfel hatte ich vorher noch nicht probiert, wird es aber ab sofort öfter geben. 
Das restliche Gemüse habe ich am Nachmittag noch auf gegessen.


Abend:

Paprikasuppe mit Kräutern

1 kleine Zwiebel, 1Tl Olivenöl, 1 Kartoffel, 1/2 gelbe Paprika, 1 rote Paprika, 
250 ml Gemüsebrühe, Pfeffer, 1/2 Tl Paprikapulver, 1 El Kräuter

 Zutaten in einen Topf geben, anbraten und mit der Gemüsebrühe ablöschen, 12 Minuten köcheln lassen und pürieren. Anschließend auf einem Teller anrichten und mit den Kräutern garnieren.


Paprika als Suppe? Paprika im Salat ist super. Auch gefüllt Paprika mag ich, aber als Suppe, kenne ich das gar nicht so recht. Aber ich war überrascht. Schmeckte gut. Machte satt. Fazit. Wird es wohl wieder geben.

Vielen Dank für's Vorbeischauen!

Freitag, 8. Mai 2015

Detox Day 2

Frühstück:

Bunter Früchteteller

1/4 Ananas, 1 Kiwi, 1/2 Mango, 1/2 Orange, 1 Dattel


Nachdem auch ich nach wiederholtem Lesen begriffen hatte, dass es ein Obstteller und kein Smoothie würde, habe ich den frischgepressten Orangensaft getrunken und das Obst für das Foto auf einem Teller drapiert. Es mag ja Leute geben, die gerne süß und auch gerne viel süß essen, aber ich gehöre nicht dazu. Ich gehörte noch nie dazu. Ich war nach dem Frühstück satt, allerdings fühlte ich mich völlig überzuckert. Mir klebte regelrecht die Schnute von den ganzen süßen Früchten zu. Noch einmal brauche ich soviel Zucker, egal ob natürlich oder nicht, nicht auf einem Mal. Ich war satt, aber das war es auch schon.


Mittag:

Green Smoothie

1/3 Salatgurke, 1 Handvoll Feldsalat, 1/2 Avocado, 1/2 Apfel, 1 El Kräuter, 
1 Tl Olivenöl, 1 - 2 Tl Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Das ganze in den Mixer geben und genießen.


Ich war zum Mittag fast völlig verhungert und habe diesen Smoothie wirklich sehr genossen. Frisch, spritzig, einfach nur gut. Auch der ein oder andere Instagram-Nutzer war offensichtlich begeistert, naja zumindest vom Foto, und so habe ich 90 Likes erhalten. Yeah!!! (Und ja, ich finde es toll, wenn auch anderen außer meiner Familie meine Fotos gefallen:-))

Abend:

Kohlrabi-Cremesuppe

1 kleine Zwiebel, 1TL Olivenöl, 1 Kohlrabi, 
250 ml Gemüsebrühe, 1 El Mandelmus, Salz, Pfeffer, 1 - 2 Tl Zitronensaft, 1 El Kräuter

Zutaten zusammen im Topf anbraten und mit der Gemüsebrühe ablöschen, 12 Minuten köcheln lassen und pürieren. Mandelmus einrühren, umfüllen und mit den Kräutern garnieren.


Nach dem Mittagssmoothie kroch ich, wie vermutet auf dem sprichwörtlichen Zahnfleisch. Diese Suppe war sooo gut. Und ich bin auch wieder satt geworden. Kohlrabisuppe ist eigentlich nicht unbedingt mein Favorit, aber zusammen mit dem Mandelmus schmeckt es einfach nur köstlich. Auch diese Suppe wird es jetzt öfter geben.

Vielen Dank für's Vorbeischauen!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Detox Day 1

Frühstück:

Kiwi-Ingwer-Smoothie

1 haselnussgroßes Stück Ingwer, 1 Kiwi, 1 rosa Grapefruit, 1/2 Banane,
1 El Mandelmus, 2 Tl Agavendicksaft

Alle Zutaten in den Mixer geben und genießen.

Leider habe ich vergessen ein Foto zu machen, aber ich kann sagen, dass der Smoothie nicht nur toll aussah, sondern auch so geschmeckt hat. Durch den Ingwer war es ein wenig scharf, aber trotzdem gut. Mandelmus und Banane haben die bittere Grapefruit abgemildert und es war somit ein guter Start in den Tag sowie in die Detox-Woche.


Mittag.

Salat mit Sonnenblumenkernen

1/2 Zucchini, 1/3 Salatgurke, 1 Handvoll Feldsalat, 1 Tomate, 1 El Kräuter, 
2 Tl Sonnenblumenkerne, 1 El Olivenöl, 1 - 2 Tl Zitronensaft, Salz, Pfeffer

Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Olivenöl, Zitronensaft, Pfeffer, Salz verrühren. Gemüse anrichten, das Dressing dazu geben und mit Kräutern und Sonnenblumenkernen garnieren.


Da ich zum Mittag mit einer Freundin verabredet war, habe ich kurzerhand mein eigenes Essen mitgebracht. Der Salat war mehr als reichhaltig und ich habe ihn geschafft. Etwa ein drittel ist übrig geblieben, welches ich dann am Nachmittag zum Kaffee aufgegessen habe. Das Dressing war frisch und säuerlich, da ich das mag, hat es mir sehr gut geschmeckt. Die Leute, die an unserem Tisch vorbei gingen starrten immer in mein Essen, was mich ziemlich genervt hat, aber ich würde trotzdem mein Essen wieder mitbringen. Sonst nehme ich mein Essen ja auch immer von zu Hause mit und esse es unterwegs. Warum also nicht auch dann, wenn ich zu einer Schaufenstershoppingtour unter Mittag verabredet bin?


Abend:

Süßkartoffel-Bananen-Suppe

1 kleine Zwiebel, 1haselnussgroßes Stück Ingwer, 1 Tl Olivenöl, 1 mittelgroße Süßkartoffel, 1/2 Banane, 250 ml Gemüsebrühe, 1 Prise Chili, 1/2 Tl Curry, Saft von 1/2 Orange, 1El Kräuter

Zutaten im Topf anbraten und mit der Gemüsebrühe ablöschen. 12 Minuten köcheln lassen und anschließend pürieren. Umfüllen und mit Kräutern garnieren.


Es war eine riesige Portion. Ich hatte zwar nur die Hälfte der Süßkartoffel genommen, aber trotzdem war die Portion immer noch sehr groß. Etwa zwei drittel hatte ich zum Abendessen geschafft. Erst einmal war ich pappsatt. Als ich ich dann allerdings um kurz nach acht Uhr noch einmal leichten Hunger verspürte, aß ich den Rest auf. Die Suppe schmeckte interessant. Anders, aber nicht schlecht. Allerdings ging ich mit knurrendem Magen ins Bett, was auch ein warmer Tee nicht wett machen konnte.

Vielen Dank für's Vorbeischauen!


Mittwoch, 6. Mai 2015

3-Tage-"Fit for Fun"-Detox-Plan

In der Aprilausgabe der "fitforfun" Zeitschrift, las ich einen interessanten Artikel über das allseits beliebte Thema Detox. Detox, Entschlacken wie auch immer man es nun bezeichnen möchte ist gerade IN. Die Stars in Hollywood tun, also will der normale Mensch es auch tun. Nicht das Stars keine normalen Menschen sind, ich glaube sie sind genauso "normal" oder auch "unnormal" wie jeder andere auch, nur stehen sie im Bild der Öffentlichkeit und jeder Schritt wird von den Medien genauestens überwacht und dokumentiert. Und seien wir doch mal ehrlich! Ist es nicht schön zu erfahren, dass eine Kim Kardashian das eine oder andere Kilo zugenommen hat und die Hose an manchen Tagen mehr zwackt als anderen? Oder das eine Kate Moss mit ihren vierzig Jahren die ein oder andere Delle am Körper hat, nicht dass das eh vollkommen normal ist, und trotzdem im Bikini am Strand steht und einen Cocktail schlürft? Und ja es interessiert mich brennend zu erfahren wer von den Berühmtheiten gerne mit den Freunden und der Familie wandern geht und dann auch noch sein eigenes Picknick mitbringt. Ich finde das einfach ehrlich normal. Nun aber zurück zum Thema. So ein bissl Entschlacken und Entgiften klingt ja genau genommen ganz gut und da es bei diesem Detoxplan nicht ums Fasten ging, war ich der Sache doch eher zu getan. Ich glaube, wenn man leider regelmäßig dazu gezwungen ist, wenig bis garnichts essen zu können, fällt es einem schwerer mal eben fix eine Woche völlig auf Nahrung zu verzichten. Hut ab vor denen, die das können, ich könnte es nicht und will es ehrlich gesagt auch gar nicht. Aber eine Woche reduzierter und bewusster Essen klang machbar.

Einkaufszettel geschrieben, Sportklamotten an, ja, ich will ja glaubhaft rüberkommen, und los ging es.

Nach 90 Minuten straffem Spazierengehen, wie soll ich denn sonst meine 10.000 Schritte am Tag schaffen, stand ich in Sportsachen im Supermarkt und kaufte die Lebensmittel für die kommenden drei Tage ein.

Obst:

1 Banane
 1 Ananas (eigentlich sollte es eine Babyananas sein, aber die gab es gerade nicht, also nahm ich eine normale und durfte sie bloß nicht gleich im Ganzen aufessen)
2 Kiwis
1 reife Mango


Gemüse:

1 Avocado
2 Handvoll Feldsalat
1 kleine Ingwerknolle
2 Kartoffeln
1 Kohlrabi
2 Paprikaschoten
1 Salatgurke
1 mittelgroße Süßkartoffel
1 Tomate
1 Zucchini,
je 1 Bund Petersilie und Schnittlauch


1 Apfel, 2 Datteln, 1 Grapefruit, 1 Orange, 1 Zitrone, Agavendicksaft, Mandelmus, Haferflocken, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Olivenöl, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, Curry, Chili- und Paprikapulver hatte ich noch zu Hause




Am Abend aß ich noch ein bist Zwieback und trank ein wenig Brühe, wirklich fit war ich ja nicht wirklich und Tag 1 konnte kommen.

Vielen Dank für's Vorbeischauen!





Dienstag, 5. Mai 2015

Osterspaziergang oder die Frage: Ist ein Geschirrspüler das größte Mysterium für einen Mann?

Traditionell sind wir Ostern bei meinen Eltern, doch dieses Jahr war es anders. Warum eigentlich? Naja, egal. Meine Eltern besuchten uns Ostersamstag und da ich, wie immer keinen Aufriss machen sollte, machte ich auch keinen. Ich zauberte also ein untypisches Osteressen aus einem der vielen und bei uns sehr beliebten Jamie Oliver Bücher und servierte meinen Eltern Thunfisch mit einer, auch wenn ich diesen Ausdruck nicht mag, aber in diesem Fall als einzig passenden ansehe, HAMMER Salsasauce und einem Nudelsalat mit Feldsalat, Oliven und kleinen bunten Tomaten. Da es immer Fisch gibt, wenn meine Ellis zu Besuch sind, suchen wir ständig nach neuen Rezepten und haben in diesem wirklich etwas hervorragendes gefunden. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Nach diesem äußerst gelungenen Essen sind wir ganz traditionell, naja für uns zumindest, spazieren gegangen. Mein Vati und Mr. Right waren der Meinung, dass ich extrem zickig sei, weil ich ständig irgendwelche Richtungswechsel angab und meine Mutti und ich fanden, dass die beiden Herren vor uns ganz schön spitzfindig und aufmüpfig wären. Ich konnte ja nun wirklich nicht wissen, dass mein Mann uns exakt den Weg lang führte, den ich im Kopf hatte. Woher soll ich bitte wissen, dass er meine Gedanken lesen kann, wenn es ganz offensichtlich für ihn nahezu unmöglich erscheint das gesamte Geschirr, ja auch das, was genau vor seiner Nase steht, in den Geschirrspüler zu stellen?

Wir gingen nun also so dahin, kramten irgendwann unsere Sonnenbrillen raus und genossen die warmen Stunden nach gefühlten fünf Tagen Regen. 

Meine Mutti und ich können ja nun wirklich über Gott und die Welt reden. Auch wenn wir oftmals täglich korrespondieren, hach welch förmlicher Ausdruck für whatsapp und telefonieren, haben wir uns trotzdem immer noch etwas zu erzählen. Sie erzählte mir nun davon, dass sie irgendwann abends auf irgendeinem Sender einen Bericht über eine junge Frau gesehen hatte, die ebenfalls an Morbus-Chron litt, wie ich. Allerdings um einiges schlimmer. In diesen Momenten frage ich mich immer, was dieses schlimmer ist. Mir geht es ja schon bescheiden, wenn ich einen Schub habe, aber wie geht es dann den Menschen, die jedes Mal ins Krankenhaus müssen und die schwersten Medikamente bekommen? Ich stehe ja noch am Anfang dieser Krankheit und empfinde die schlimmen Tage als Hölle auf Erden. Aber noch schlimmer? Nein danke! Wie dem auch sei. Mit einer speziellen Diät, einmal jährlich einem Kuraufenthalt und täglichem Yoga hat es diese junge Frau geschafft seit 8 Jahren schub- und somit beinahe beschwerdefrei zu sein. Respekt! Lange Rede kurzer Sinn, meine Ma gab mir zu Bedenken, ob Yoga etc. nicht eine Möglichkeit für mich wäre, damit ich mich besser fühlen würde. Ich musste grinsen, denn ich hatte ein paar Tage zuvor, irgendwo, keine Ahnung wo genau, auch einen Artikel über spezielle Diäten und Sportarten in Bezug auf chronische Erkrankungen gelesen. Ich hatte mich bereits vor Ostern dafür entschieden, nach den Feiertagen den 3-Tages-Detox-Plan von "Fit for Fun" auszuprobieren. Gar nicht Essen ist ja nicht so mein Fall, aber reduzierter und bewusster klingt immer gut. 

Also habe ich in der Woche darauf losgelegt und es wurde durchaus spannend.

Danke für's Vorbeischauen.

Montag, 4. Mai 2015

April 2105


In diesem Monat haben wir viel gekocht, viel ausprobiert und wirklich gut und zur Abwechslung auch mal ausgewogen gegessen. Der Winter ist vorbei, eigentlich, und deswegen habe es wieder öfter Salat, Rohkost und frisches Obst. Doch ab und an war es doch noch empfindlich kalt. Ich habe zwar ganz stoisch die Heizung ausgelassen, eigentlich sind 19 Grad Celsius ja auch wirklich nicht kalt, aber am Abend, vor dem Fernseher fröstelte ich dann doch noch einige Male. Von daher gabs abends meistens leckeres Süppchen.




Zum Frühstück gab es, wenn mir nicht gerade nach Porridge war, einen leckeren Smoothie. Mr. Right wünscht sich seit Neustem sonntags für die Fahrt auf Arbeit auch einen Smoothie, sogar mit Avocado. Eigentlich mag er Avocados am liebsten als kleine Bäumchen bei uns auf dem Balkon, doch er probiert sie immer wieder im Essen. Im Getränk meinte er, würde es gehen. Zumal er ja weiß, wie suuuper gesund sie ist, mit den ganzen natürlichen Fetten etc. 
Als ich vergangenen Freitag, feiertags, zum Frühstück bei meinen Eltern die Treppe runter geschlichen kam, hatte meine Mutti schon alle Gerätschaften und Zutaten für einen Frühstückssmoothie bereit gestellt. Und natürlich wollte ich einen und sie hat einen sehr leckeren Erdbeer-Bananen-Gurken-Smoothie mit extra viel Liebe gezaubert. Ich brauchte diesen auch nicht teilen, denn Mr. Right wollte an diesem Morgen keinen. Mh... ob er wirklich keinen wollte oder es nur gesagt hat, damit ich meinen für mich alleine habe, weiß ich allerdings nicht. 



Trotz der gesünderen Ernährung, manchmal frage nicht nur ich mich wie viel gesünder es denn noch geht, und der allgemeineren Bewusstmachung über meine Lebensmittel, habe ich nicht merklich abgenommen. Ein halbes Kilo zeigte die Waage an, aber zum Einen kann ich das verschmerzen und zum Anderen könnte es auch daran gelegen haben, dass ich Ostersamstag, nachdem meine Eltern nach Hause gefahren waren langsam krank wurde und dass das Essen schlicht und ergreifend gar nicht erst ansetzen konnte. 

Mal schauen, was der Mai so bringen wird. Mr. Right wird vier Wochen lang nicht nach Hause kommen außer für ein bis zwei Tage, aber wann und wie genau ist bisher noch nicht wirklich klar. Natürlich steht das Datum im Kalender, aber wie wir ja nun oft genug gemerkt haben, können sich Pläne schneller ändern als ich das Hinterrad am Fahrrad gewechselt bekomme (und dafür benötige ich knapp zwei Stunden). Ich werde also die Wochenenden bei und mit meinen Eltern verbringen, mein Vati hat eine Radtour geplant, und mit meiner Mutti Rezepte durchwühlen und Essenpläne für die jeweiligen Wochen erstellen, nachdem wir im Garten dem Unkraut beim Wachsen zugeschaut haben. Vielleicht auch währenddessen, mal schauen.

Vielen Dank für's Vorbeischauen! 

LIFE GOES ON ...

Als ich vergangenen Donnerstag während der Zugfahrt zu meinen Eltern im Netz schnökerte, las ich seit längerem mal wieder die Beiträge einer amerikanischen Bloggerin (http://www.freckled-fox.com) und mir verschlug es nicht nur die Sprache, sondern wirklich den Atem. Ende zwanzig Anfang 30, fünf Kinder, schwanger mit dem sechsten, super Familie, Haus, Job, alles was Frau sich so erträumt hat und dann ein Schlag ins Gesicht. Ihr Mann hat Krebs. Hautkrebs. Stadium 4. Und als wäre das nicht schon schlimm genug hat er auch noch in Leber und Gehirn gestreut. Wie soll damit nur umgehen? Lebenserwartung von fünf Jahren. Wie soll man damit nur leben?

Anfang Januar war ich zu einer Routineuntersuchung beim Frauenarzt. Jede Frau kennt die Frage nach eventuellen Beschwerden. In der Regel wird dann wie folgt geantwortet: "Naja, es zwickt und zwackt mal, aber das kann ja schon mal sein." So also auch meine Antwort. Als meine Ärztin mich während der Untersuchung noch einmal fragte, wurde ich etwas unruhig. Tja, und was soll ich sagen? Das Zwicken und Zwacken ist nicht mal eben so, weil Frau schief steht, lange sitzt oder einfach einen schlechten Tag hat. Nein, es hat tatsächlich einen Grund. Ich habe ein Myom. Grundsätzlich ist das kein Todesurteil, allerdings hatte ich nach meiner Migräne-Diagnose, nach der Collitis- und Morbus-Chron-Diagnose und dem 1,7cm großen Knoten in meiner rechten Brust gedacht, dass das Maß voll ist. Reicht das nicht langsam mal? Jede Seitenstrangangina und jede noch so unwichtige Erkältung hält bei mir Einzug und legt mich für Wochen flach. Jeder Wetterumschwung und jede noch so kleine Nahrungsmittelempfindlichkeit schlägt bei mir zu Buche, so dass ich gefühlt immer krank bin. Jeden Tag habe ich irgendein Wehwehchen oder Zipperlein. Natürlich ist es enorm beruhigend, dass ich mir das ganze nicht einbilde, aber nervend ist es schon. Nun also noch etwas. Etwas neues. Etwas unbekanntes. Etwas was mein Leben durchaus noch anstrengender machen wird. 

Ich weiß, dass jede Frau mindestens eine andere Frau kennt, die ein Myom hat. Und ich weiß auch, dass man mit eben solchem Myom gut leben kann. Doch erst einmal handelt es sich um einen Tumor. Um einen gutartigen, aber Tumor bleibt nunmal Tumor. Ich werde in ein paar Monaten dreißig und fühle mich seit Wochen, seit Monaten um Jahrzehnte älter. 

Ich rief an jenem Tag im Januar meinen Mann an und er kam umgehend nach Hause. Normalerweise reißen mir Botschaften solcher Art nicht den Boden unter den Füßen weg, doch dieses Mal war es anders. Liegt es daran, dass ich älter werde und mir jeden Tag bewusst wird wie viel Glück ich mit meinem Mann habe und wie viel Zeit ich mit ihm noch verbringen möchte, wie viele Dinge ich mit ihm noch erleben möchte? Oder liegt es daran, dass ich damit in keinster Weise gerechnet habe? Natürlich habe ich Schmerzen. Aber die habe ich jeden Tag. Was macht es da also für einen Unterschied? Ich habe mich so daran gewöhnt, dass es für mich vollkommen normal ist. Ich nehme kaum Medikamente, mache Sport so gut es geht und versuche mit Hilfe von gesunder Ernährung, viel Lachen und der bedingslosen Unterstützung meines Mr. Rights so gut es geht zu leben. Und es funktioniert sehr gut. Aber das? 

Ich habe stundenlang geheult. Als mein Mann nach vier Stunden Fahrt ankam, war ich völlig hinüber. Ich heulte immer noch und hatte zu meinem Entsetzen nicht gemerkt, dass ich den einen oder anderen Whisky getrunken hatte. 

Ich weiß, dass meine Welt nicht untergeht, nur weil irgendetwas in meinem Körper der Meinung ist, dass Wachsen und Aufmerksamkeit haschen das größte Gut ist. Meine Welt besteht aus viel Lachen, Freude und Zuversicht, Familie und FreundeN, und natürlich aus meinen geliebten Eltern und meinem bewundernswerten Ehemann. Danke für Euren Rückhalt und Eure Stütze, ich habe Euch sehr lieb!!!

Ich wünsche Emily, ihrem Mann und ihrer Familie alles Gute. Ohne arrogant klingen zu wollen, kann ich ihre Ohnmacht nachempfinden und kann nur hoffen, dass sie diese Zeit überstehen werden und dass alles wieder gut wird. 

Vielen Dank für's Vorbeischauen.