Dienstag, 28. Januar 2014

Impressions of the Big Day. Part I

Pünktlich um 8 Uhr wurde ich an unserem Hochzeitstag abgeholt. Ich fühlte mich ungewöhnlich ausgeschlafen, ruhig und kein bissl nervös. Ich dachte mir, dass schon alles klappen würde und wenn nicht, dann könnte ich es eh nicht mehr ändern. Es war Montagmorgen, 12 Grad Celsius im Dezember und die Sonne sollte den ganzen Tag strahlen. Es konnte also losgehen.

Im Atelier wurde mit alkoholfreiem Sekt angestoßen, es war ja erst kurz nach 8 Uhr, noch einmal ein wenig gefrühstückt und dann wurde ich für den großen Tag aufgehübscht. Es war wirklich erstaunlich wie ich mich mit jedem Pinselstrich in die Braut verwandelte, die ich sein wollte. Meine Stylistin, die gleichzeitig auch unsere Fotografin war, hat meine Wünsche super umgesetzt, obwohl ich mich in der ganzen Auswahl an Braut-make-up und Styling im Allgemeinen nicht entscheiden konnte. Ich wusste, dass ich meine Augen betont haben wollte, da ich sie sehr schön finde, mehr wusste ich aber nicht. Ich sagte, dass ich ihr vertrauen würde und sie solle einfach mal machen. Hat sie dann auch. 

Liebe Nancy, Danke, dass mir an diesem Morgen so viel Ruhe gegeben hast, dass ich mich als die absolut entspannteste Braut überhaupt gefühlt habe. Du hast ein traumhaftes Make-up gezaubert und mich dabei nicht versteckt. Abends um neun sah ich noch genauso aus wie am Vormittag. Vielen Dank!!!

Um 10.30 Uhr waren wir dann fertig und stellten mit Entsetzen fest, dass wir noch 45 Minuten Zeit hatten, bevor wir überhaupt los mussten. Was tun? Langsames Anziehen des Traumkleides, Staunen über die Länge der Schleppe, den tiefen Rückenausschnitt und natürlich Bewundern der blauen Schuhe. Ach ja, die blauen Schuhe. JA, ich habe die blauen Carrie-Schuhe aus SATC. Ich trug an unserem großen Tag 10 cm High Hehls in Royal Blau und fühlte mich einfach wunderbar. :-) Natürlich sind sie verdammt hoch und ja sie sind erstaunlich bequem und verdammt sie sehen echt scharf aus!

Um 11.15 Uhr, nach einer 6 minütigen Taxifahrt kamen wir am Standesamt an. Wir waren zu früh! Die Gäste waren zwar schon alle im Saal, aber trotzdem warteten wir noch. Der beste Freund von Mr. Right holte meinen Vater und das erste Mal an diesem Tag bekomm ich weiche Knie. Mein Vater im dunkelblauen Anzug. Was für ein Anblick… Meine Blumen kamen und er geleitete mich die 4 Treppen nach oben. Es wurden Fotos gemacht und ich hörte wie hinter den großen schweren Holztüren mein Lied lief. Irgendwie schafften es die beiden Standesbeamtinnen auch sich darauf zu einigen, wann ich denn nun den Raum betreten sollte. Ist aber schwierig so einen Zettel zu lesen auf dem alles detailliert drauf steht ;-) Na was soll´s. Ich musste lachen und das hatte auch was. Dann ging die Tür auf. "Amazing Grace" lief, ich sah die Gäste und mein Vater führte mich, wie meine Mutti immer so schön sagt, zum "Altar".  Niedlich. Ich sage das auch immer, obwohl es gar keinen Altar gab… Und da stand er. Mein Mr. Right. Er stand da und lächelte mich an. Obwohl ich sein Lächeln schon so oft gesehen habe, war es diesmal ganz anders und etwas ganz Besonderes. 

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