Sonntag, 28. Februar 2016

REACTIONS...

Nach und nach erzählten wir Familie und Freunden von meiner Schwangerschaft und erhielten die unterschiedlichsten Reaktionen. Von Freude bis Unverständnis war einfach alles dabei. Die meisten freuten sich mit uns, waren nur verwundert, warum wir es solange, teilweise fünf Monate, geheim gehalten hatten. So mancher sah unsere Entscheidung wann wir wem was sagen als persönlichen Affront an. 

An dieser Stelle möchte ich gleich mal los werden, dass sich UNSER Leben natüüürlich nicht um uns dreht, sondern um die emotionalen Belange ANDERER!

Ja, das ist Sarkasmus. Sarkasmus in seiner reinsten Form. 

WIR treffen Entscheidungen, die uns betreffen, nie gegen andere, sondern immer nur FÜR UNS! Versteht nicht jeder, ist aber so. 

Die Aussage unseres Alters betreffend hörten wir auch des Öfteren. Wir sind zu jung für ein Kind. Aha... wir sind beide Anfang dreißig... Auch die Aussage, dass vor allem ich zu alt für ein Kind sei, wurde uns entgegen gebracht. Auch hier wieder: Aha... ich bin Anfang dreißig. Ich bin erst kurz vor der Schwangerschaft dreißig geworden. Wann ist man denn zu jung oder zu alt für ein Kind? Ist es nicht jedem selbst überlassen? Warum glauben manche, dass es in Ordnung wär, solche Sprüche rauszuhauen? Ich fühle mich weder zu jung noch zu alt. Ich fühle mich genau richtig! Und geht es nicht eben darum? Dass man sich bereit fühlt? 

Natürlich sollten einen die negativen Kommentare anderen nicht tangieren, doch wenn man sie sich ständig anhören muss, muss man sich wirklich arg zusammen reißen, dass einem nicht mal die Hutschnur reißt und man den Gegenüber mal genauso behandelt, wie man behandelt wird. Die Sache mit dem Wald scheint einfach nicht bei allen so klar zu sein... Schade, das würde einiges extrem erleichtern.

Trotz alldem waren wirklich die meisten Reaktionen positiv. Es wird mitgefiebert und sich über jede neue Info und jedes neue Ultraschallbild gefreut. Für meine Großeltern ist Mr. Junior das erste Urenkelkind. Sie waren sehr überrascht, als wir ihnen Anfang November Ultraschallaufnahmen zeigten. Zum einen kannten sie so etwas nicht und zum anderen haben sie, verständlicherweise, auf den ersten Blick nichts erkannt. Mein Vati hat dann ganz stolz erklärt, was alles zu sehen ist. Und als wir ihnen dann zu Weihnachten die ersten 3D-Bilder zeigten, schauten sie sie ganz fasziniert an. Mr. Right erklärte meinem Opa, wie diese Bilder entstehen und meine Oma und ich hörten lächelnd zu. Auch wenn es stimmen mag, dass, aufgrund der Altersdemenz, mein Opa im Mai völlig überrascht sein wird unser Kind zu sehen, war er in diesem Augenblick mächtig stolz. Er konnte einfach nicht fassen, dass die Technik mittlerweile so weit ist, dass Fotos von Babys gemacht werden können, obwohl sie noch garnicht geboren sind.

Mein Opa hat Recht. Es ist einfach unglaublich, was technisch heutzutage möglich ist. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein neues Ultraschallbild bekomme und zeige es immer voller stolz. Mein Mann ist IMMER der erste, der das neue Bild aufs Handy geschickt bekommt. Auch wenn er bei der Untersuchung dabei war. So kann er, wann immer er möchte, das kleine Würmchen anschauen. 

Und jedes Mal zaubert uns Junior beim Betrachten ein Lächeln ins Gesicht!

Vielen Dank für's Vorbeischauen!

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